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Presse | | | 6. Kölner Gefahrstofftag in der IHK Köln am 05.11.2008 | | 17.11.2008 | 6. Kölner Gefahrstofftag – neue und interessante Themen
Schon fast eine Traditionsveranstaltung in der Kölner IHK, zu der sich am 5.November rund 70 Teilnehmern ein fanden. Im Grußwort, das Frau Anke Schweda, Leiterin Energie und Umwelt, in der IHK Köln sprach, wurde schon von einer etablierten Veranstaltung in Köln gesprochen. Die Themen, die angesprochen wurden, zeigen auch die Notwendigkeit auf, sich auf diesem Gebiet ständig weiter zu bilden. Frau Schweda hob die Aktivitäten der IHK auf dem Gebiet der Kommunikation neuer gesetzgeberischer Vorhaben hervor und bedankte sich bei den beteiligten Verbänden für die Unterstützung der Veranstaltung. Denn auch dieser Gefahrstofftag war wieder eine Gemeinschaftsveranstaltung von Arbeitgeberverband der Metall- und Elektroindustrie Köln, Deutsche Gesellschaft für Arbeitshygiene DGAH, dem Verband Deutscher Sicherheitsingenieure Bezirksgruppe 7 Mittelrhein, dem Verband Deutscher Betriebs- und Werksärzte Nordrhein-Süd, der Maschinenbau- und Metall-Berufsgenossenschaft und der IG Metall Verwaltungsstelle Köln mit der IHK Köln.
Von der Moderatorin dieser Veranstaltung, Frau Sabine Hausmann von der Firma Fuchs, als "Vater der Laborrichtlinie" angekündigt, startete Dr. Thomas H. Brock von der Berufsgenossenschaft Chemie mit einem gelungenen Vortrag zum Thema "Laborrichtlinie - die neue TRGS 526" und stellte deutlich die Prinzipien und konzeptionellen Hintergründe dieser Richtlinie vor. Die ungeheure Vielfalt der verschiedensten Risiken, die in Laboratorien auftreten können, macht eine besondere Herangehensweise an die Gefährdungsermittlung und Beurteilung erforderlich. Der Satz: "Risiken verschwinden nicht, wenn man sie ignoriert" ist wohl einigen im Gedächtnis geblieben und manche Prinzipien die angesprochen wurden, lassen sich auch gut auf andere Bereiche übertragen.
Anschließend brachte Herr Dipl. Ing. Joachim Boenisch von der Eska Ingenieurgesellschaft mbH mit seinem Vortrag "Vom SDB zur BA – elektronischer Datenaustausch kann vieles einfacher machen" die Möglichkeiten neuer Standards und Formate beim elektronischen Datenaustausch zur Sprache. Das Hauptthema war hier: wie kann man die Informationen aus dem Sicherheitsdatenblatt sinnvoll nutzen und welche Voraussetzungen sind hierfür erforderlich. Der Standard (PAS 1046) definiert das XML - Austauschformat für EG-Sicherheitsdatenblätter und macht die Nutzung der Inhalte erst möglich, das Abschreiben von Papiersicherheitsdatenblätter und Eintippen der Daten in andere Systeme sollte eigentlich der Vergangenheit angehören.
Nach der Kaffeepause - der Kaffee wurde von der IHK Köln und der Berufsgenossenschaft gesponsert - startete dann Dipl. Ing, Hans Hingmann von der FH-Giessen-Friedberg mit einem neuen, interessanten Thema: Radioaktivität. Der Vortrag "Radioaktivität und Arbeitsschutz – Radon, die unsichtbare aber messbare Gefahr" begann mit den Grundlagen zum Thema und schlug den Bogen zu Radon an Arbeitsplätzen in Wasserwerken und Uran in Aschenbechern, all das begleitet vom Knattern des Geigerzählers.
"Bisher war es ein angenehmer Nachmittag" begann Herr Dr. Pfeil von Ford seine Präsentation der Neuigkeiten aus dem Chemikalienrecht. Viel Neues und viele Aktualisierungen machen den Bereich Gefahrstoffrecht zu einer Großbaustelle, bei der manche den Überblick verlieren. Änderungen der Chemikalienverbotsverordnung, Aktualisierungen bei den Themen REACH und GHS, sowie die neuen oder aktualisierten TRGS ergeben ein großes Weiterbildungspaket, das im Vortrag nur angeschnitten werden konnte. So wurden auch nur einige Aspekte der neuen TRGS 402 vorgestellt, auf die Liste aller neu veröffentlichten TRGS konnte im Detail nicht eingegangen werden.
Insgesamt wieder eine gelungene Veranstaltung mit überwiegend positiver Resonanz, die hat auch Appetit auf weitere Gefahrstofftage in Köln gemacht. Die Vorträge sollen in Kürze auf den Internet-Seiten der DGAH und der IHK zur Verfügung gestellt werden.
Pressemeldung der DGAH
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